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0 bemerkungen koenig burg, ruine, Ausflugsziel, altes Gemäuer

Die Burg auf dem Falkenberg - Ruine - Nordböhmen

Zur Herrschaft Gabel- Lämberg (Jablonne Podjestedi) gehörte auch der 582 m hohe , glockenförmige Falkenberg. Im Jahre 1347 wurde auf seinem Phonolith - Gipfel eine stattliche Steinburg erbaut. Nach der zeitgenössischen Chronik des Zittauer Stadtschreibers Johann von Guben, war der Erbauer Hans von Dohna auf Grafenstein, dessen Burg nur wenige km südöstlich, von Zittau lag. Ein tiefer Wallgraben, der noch sehr gut zu erkenner ist, umzug die ehemals Burg von drei Seiten. Üppiger Pflanzenwuchs überzieht heute die noch spärlich vorhandenen Mauerreste, von hohem Mischwald beschattet (Juli 19987). Der in Windungen zum Gipfel sich hinziehende Burgweg ist noch vorhanden. Um 1390 gehörte die Falkenburg zur Gabler-Lämberger Herrschaft, den Löwenbergen. Um das Jahr 1415 berichtet eine Urkunde von einem Albertus de Donyn, Purggraficus de Grewstein et Falkenberg. Erst zu Beginn der Hussitenzeit tritt die einst wehrhafte Burg aktiv in das Zeitgeschehen. 1424 besaß die Burg ein Herr von Kußik oder war er nur ein Verwalter? Jedenfalls sollte er sie an die Hussiten verkaufen. Diesen Besitzwechsel galt es zu verhindern und so pachteten die Sechsstädter kurzer Hand diese Burg und legten 1427 eine Besatzung von 50 Bogenschützen hinein. Ihr Kommandant war ein Balthasar von 'Wunsch. Auch vergaß man nicht die Burg noch stärker zu befestigen. Die Görlitzer Stadtrechnungen weisen aus, daß alle 14 Tage Sold auf die Falkenburg für die Besatzung zur Auszahlung gelangte. Nach dem Tode Heinrich von Dohna im Jahre 1428 wurde die Burg Eigentum des Wentsch von Dohna auf Grafenstein, der sie schließlich um 1430 an den Hussiten Jan Koluch um 200 Schock verkaufte. Dadurch bekam die Stadt Zittau einen sehr gefährlichen Nachbar. Obwohl sie ihm "um des Friedenswillen" 100 Schock zahlte, nahm sein Rauben und Morden kein Ende. Besonders schlimm war es uh Jahre 1432, wo er mit seinen Scharen das Klosterdorf Olbersdorf verheerte. Im Jahre 1476 (eine andere Lesart nennt das Jahr 1456) erfolgte ihre Zerstörung durch den Oberlausitzer Sechsstädtebund, da sich viele Räuber in ihr aufhielten, die die Gegend verunsicherten. Ihre endgültige Zerstörung dürfte erst im 30jährigen Krieg erfolgt sein.